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Sir Schinkalot der Erste- 13.11.2014

Haben gestern ein neues Projekt begonnen. Die Beteiligten sind meine drei großen Kinder und eine etwas skeptische Ehefrau.

Ziel des Projekts soll es sein einen luftgetrockneten Schinken in Eigenregie vom rohen Stück Schweinefleisch bis zum entgültigen Hochgenuss herzustellen.

Aus diesem Grunde waren wir gestern einkaufen und haben uns 2kg Schweineschulter mit Schwarte, 1kg Meersalz grob und frischen Rosmarin besorgt. An der Kasse fragte der kleinste direkt wann das Fleisch nun endlich zum Verzehr frei gegeben wäre. Erster Tiefschlag und der Gedanke ob ein 3 Jähriger den zeitlichen Rahmen von etwa 8 bis 9 Monaten überhaupt erfassen kann.

Zuhause wurde dann erst der Arbeitsplatz und anschließend die Hände der Kinder keimfrei gemacht. Die Jungs waren weniger begeistert und konnten sich einfach nicht erklären was das für ein Spaß das sein soll wenn man vorher die Hände waschen muss. Dennoch wurde zum Wohle des Schinkens die Reinigung durchgeführt. Nun wurde fleisig Rosmarin gezupft und begonnen die Gewürze im Mörser zu zerstoßen.

Da wir einen möglichst einfachen und natürlichen Geschmack erreichen wollen beschränkten wir uns auf Rosmarin, Pfeffer und Wacholderbeeren. Das ganze wurde mit einer großen Menge Meersalz vermengt. Im nächsten Schritt haben wir das Schweinefleisch mit Kirschwasser abgerieben um Bakterien an der Oberfläche zu töten und den Kurzen davon abzuhalten direkt ins Fleisch zu beissen. Nach dieser mit Naserümpfen begleiteten Arbeit kam unsere Salzmischung zum Einsatz. 

Das Fleisch wurde gehauen, gezwickt, gestreichelt, geboxt und massiert bis das Salz überall reichlich verteilt war. Bei der Gelegenheit haben die Kinder gleich noch etwas fürs Leben gelernt. Salz brennt an offenen Stellen und Kratzern...

Das Ergebniss wurde mit drei Lorbeerblättern in eine Plastikmülltüte verbracht. Natürlich unbenutzt und sauber. Um die Luft heraus zu bekommen haben wir das ganze in einem Eimer voll Wasser getaucht. Der Wasserdruck befördert die Luft dann nach draussen. Fest verknoten und ab in den Kühlschrank.

Hier wird er jetzt etwa zwei Wochen verbringen. Auch wenn meine Ehefrau vom Platzverlust im Kühlschrank weniger begeistert war. Da muss Sie jetzt zum Wohle der Allgemeinheit und des Schinkens durch. Innerhalb dieser zwei Wochen wird der Schinken jeden Tag einmal gedreht und wir hoffen das die erste Phase, das Beizen, von Erfolg gekrönt sein wird.

Da wir jetzt ja Quasi ein neues Familienmitglied haben war es nur richtig diesem einen Namen zu geben. Der Vorschlag "Schinki" wurde von seitens meiner großen Tochter mit den Geräuschen bedacht die nur Mädchen im pupertärem Altern fähig sind zu erzeugen. "Ferdinand" wurde ebenfalls abgelehnt da ich es nicht richtig fand unseren Schinken nach dem Cousin der Kinder zu benennen.

Nach weiteren Diskusionen einigten wir uns schließlich auf Sir Schinkalot!

Sir Schinkalot ist jetzt einen Tag alt und wird heute Abend zum ersten Mal gewendet. Ich freu mich schon sehr und werde den weiteren Verlauf hier beschreiben.

13.11.14 12:26
 


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